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Kurkumawurzel – Frisch, zum Kochen und weitere Anwendungen

Kurkumawurzel, auch Gelbwurz genannt, ist ein sogenanntes Ingwergewächs, das ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum stammt. Heute wird Kurkuma hauptsächlich in Indien und Vietnam angebaut. Die Wurzel der Pflanze ist (wie Ingwer) knollenartig, unterscheidet sich von der Ingwerknolle aber durch ihr gelborangefarbenes Fleisch (welches unglaublich stark färbt) und ihren eher erdigen und leicht bitteren Geschmack.

Ihr fehlt also die Schärfe des Ingwers. Aufgrund der intensiven Farbe wird Kurkuma auch indischer Safran genannt. Hauptsächlich findet er in der Küche Verwendung, aber auch in der traditionellen und ayurvedischen Medizin, dies schon über Jahrtausende hinweg.
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Warum ist die Kurkumawurzel so besonders?

Nicht allein ihre intensive Farbe, die dem Curry den markanten Gelbton verleiht, macht die Wurzel so besonders, sondern auch ihr gesundheitlicher Aspekt. Sie wird schon, wie bereits angedeutet, seit langer Zeit als Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt und zeigt eine hohe antioxidative Wirkung.

Studien belegen, dass Kurkuma eine hohe entzündungshemmende Wirkung haben würde. In der Anwendung zeigt sich Kurkuma dabei nahezu frei von Nebenwirkungen – ein großer Vorteil gegenüber antientzündlichen Medikamenten. Kurkuma wirkt jedoch nicht nur gegen Entzündungen, sondern kann den Körper auf vielfältige Weise unterstützen.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Kurkuma die Regeneration des Gehirns bzw. die Regeneration von Nervenzellen unterstützen kann, er ist daher auch von Interesse für die Alzheimerforschung. Hierbei erkennen wir eine Parallele zum Safran, dem ebenfalls eine nervenheilende Wirkung nachgesagt wird. Außerdem kann Kurkuma die Verdauung sowie Leber und Galle unterstützen.

Welche Wirkstoffe beinhaltet die Kurkumawurzel? Was ist an dieser so gesund?

Die Kurkumawurzel beinhaltet etwa einen Gehalt von zwei bis fünf Prozent an ätherischen Ölen. Dieses Öl kann innerlich und äußerlich angewandt werden und wirkt (äußerlich aufgetragen) entkrampfend und entspannend, innerlich angewandt anregend, durchblutungs- und verdauungsfördernd. Ein weiterer großer Teil setzt sich aus Bitterstoffen zusammen, die auf Parasiten im Verdauungstrakt einwirken und diese abtöten können.

Außerdem können mit Hilfe dieser Stoffe Gifte aus dem Körper ausgeschieden werden. Der bekannteste Wirkstoff des Kurkumas ist jedoch das Curcumin, das diesem auch seine charakteristische gelbe Farbe gibt. Circa fünf Prozent der Wurzel bestehen dabei aus dem Farbstoff, der auch als „Wunderwaffe der Natur“ bezeichnet wird. Zahlreiche Studien belegen dessen entzündungshemmende Wirkung.

Außerdem steht der Stoff in Zusammenhang damit, Schäden im Gehirn beheben zu können. So konnte nachgewiesen werden, dass durch Alkohol bedingte Schäden teilweise behoben werden konnten. Besonders wirkungsvoll haben sich dabei Curcuminextrakte herausgestellt. Die Bioverfügbarkeit bzw. die Absorption von Curcumin lässt sich dabei mit dem Stoff Piperin, der im schwarzen Pfeffer vorkommt, steigern. Auch abnehmen mit der Kurkumawurzel ist möglich, da sie gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt.

In welcher Form ist die Kurkumawurzel zu kaufen?

Kurkuma ist in verschiedenen Formen verfügbar. In gut sortierten Bioläden findet man Kurkuma zumeist frisch als Wurzel vor, er liegt dabei in der Regel neben den Ingwerknollen. Typischerweise führen auch Asia-Läden frische Kurkumawurzeln, in seltenen Fällen auch Supermärkte, dann aber eher in Verbindung mit bestimmten Aktionen und einzeln verpackt. Findet man keine frische Kurkumawurzel, kann man auf Pulver oder Granulat zurückgreifen, das eigentlich in jedem Markt zu beziehen sein sollte.

Dabei ist zwischen Bioqualität und handelsüblicher Qualität zu unterscheiden. Wer Kurkuma rein zur innerlichen Anwendung verwenden will, kann auf Kapseln zurückgreifen, die zumeist den Zusatz Piperin enthalten, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. In der Regel wird man auch Kapseln mit Curcuminextrakt vorfinden. Da man erhebliche Mengen an Kurkuma zu sich nehmen müsste, um sich der empfohlenen Dosis an Curcumin zu nähern, ist es ratsam, auf eben jene Kapseln zurückzugreifen.

Anwendung der Kurkumawurzel: Für welche Zwecke ist sie geeignet?

Für die Anwendung von Kurkuma sind zwei Kernbereiche zu nennen: der Bereich der Küche und der Medizin. Beide Bereiche überschneiden sich natürlich in vielfältiger Weise. Im Bereich der Küche wird Kurkuma (a) in Reinform und (b) für Mischungen, z. B. Curry, verwendet. In Reinform passt Kurkuma etwa gut zu gebratenem Blumenkohl und wird zum Würzen von Suppen (etwa einer Mango-Kurkuma-Suppe) und Saucen verwendet.

In jüngster Zeit wird Kurkuma – ob nun als frische Wurzel oder Pulver – als Zutat für Smoothies verwendet, um von dem gesundheitlichen Nutzen der Knolle zu profitieren. Außerdem ist Kurkuma eine Hauptzutat der sogenannten goldenen Milch: Milch (auch z. B. Reis- oder Mandelmilch) wird leicht erwärmt und zu dieser etwas Ingwer- und Kurkumapulver gegeben sowie etwas Pulver von schwarzem Pfeffer.

Viele schwören dabei auf die heilende Wirkung dieses Getränks. In ähnlicher Weise eignet sich das Pulver bzw. Granulat auch zum Aufbrühen eines Tees. Die Wurzel lässt sich also auf vielfältige Weise als Zutat im Essen oder im Getränk verwenden. Daneben eignet sich Kurkuma hervorragend als Färbemittel. Unter der Bezeichnung E 100 findet sich etwa das Curcumin, das beispielsweise zum Färben von Margarine oder Fruchtgummis verwendet wird.

Teilweise wird Kurkuma auch zum Einfärben von Kleidung oder zur Färbung von Ostereiern benutzt. Aber auch Süßspeisen, etwa Cremes, lassen sich kolorieren, obgleich der Kurkuma bzw. das Curcumin den Eigengeschmack dieser nur minimal beeinflusst. Die Kurkumawurzel ist demnach eine gesunde Knolle mit vielerlei Einsatzmöglichkeiten.