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Kurkuma selber anpflanzen? So funktioniert’s! (Anleitung)

Sie ist nicht nur eine exotische Schönheit sondern aus vielen Küchen dieser Welt kaum wegzudenken: Die Kurkuma. Safran- oder Gelbwurz, wie die Kurkuma auch häufig genannt wird, ist ursprünglich in Südasien beheimatet, wird aber mittlerweile auch in vielen anderen Gebieten der Erde erfolgreich kultiviert.

Neben ihrer Fähigkeit, Speisen aller Art eine kräftige Gelbfärbung und zusätzliche Würze zukommen zu lassen, findet sie auch in der traditionellen Medizin, aufgrund ihr guten Heilwirkungen, bereits seit Jahrhunderten Verwendung. Eine so exzellenten Küchenhilfe, die zusätzlich krebs- und entzündungshemmende Eigenschaften vorweisen kann und obendrein dem Auge des Betrachters eine Wohltat ist, findet man selten. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Hobbygärtner zum Selbstanbau der Kurkuma übergehen. Hierbei gilt es einige Aspekte zu beachten, um der wärmeliebenden Pflanze optimale Wuchsbedingungen zu schaffen.

Die Kurkuma in ihrer Komfortzone

Da die Kurkumawurzel in ihrer Wildform ausschließlich in tropischen Gefilden gedeiht, muss dieser Vorliebe für warme und feuchte Standorte auch beim Selbstanbau Rechnung getragen werden. Am wohlsten fühlt sie sich bei Temperaturen zwischen 18 und 22°C. Temparturen unter 12°C können ihr massive Schäden zufügen. Ihre bevorzugte Luftfeuchtigkeit liegt bei 80%. Zusätzlich braucht die Kurkuma Platz. Da sie über 2 Meter groß werden kann, sollte auch das Pflanzgefäß dementsprechend ausgewählt werden und ein Fassungsvermögen von 15 Litern aufweisen können. Das Pflanzsubstrat in welchem die Kurkuma wachsen soll, besteht idealerweise aus Blumenerde (70%) und Kies (30%) welche miteinander vermischt werden.

Schritt für Schritt zur Kurkuma-Ernte: Die Anleitung

Wer Kurkuma selbst anbauen will, hat zunächst die Wahl zwischen dem Kauf einer bereits ausgebildeten Pflanze, der Kultivierung einer neuen Pflanze über frische Rhizomen oder der Aufzucht der Pflanzen von Samensbeinen an. Da qualitativ hochwertiges Saatgut in Deutschland jedoch schwer zu bekommen ist, entscheiden sich Einsteiger häufig für eine der ersten beiden Varianten. Bei Rhizomen handelt es sich um die Wurzelknollen der Pflanze, nicht, wie häufig angenommen, um die eigentlichen Wurzeln der Kurkuma. Es folgt eine Kurzanleitung für den Kurkuma-Anbau mit frischen Rhizomen:

  • Um die Keimung des Rhizoms zu beschleunigen, wird es über Nacht in lauwarmes Wasser eingelegt
  • Anschließend wird das Pflanzgefäß mit dem Erd- Kies-Gemisch zu zwei Dritteln gefüllt und das Rhizom vorsichtig in die Erde gesetzt
  • Nun wir das Rhizom mit etwa 2cm Erde oder Humus bedeckt
  • Die Erdoberfläche wird anschließend leicht angedrückt und mit einer Sprühflasche befeuchtet
  • Um die gewünschte Luftfeuchtigkeit von 80% zu erhalten, wird das Pflanzgefäß mit Frischhaltefolie abgedeckt, in ihr sollten sich jedoch genug Löcher für eine ausreichende Luftzirkulation befinden
  • Der optimale Standort ist warm und sonnig, das Erdreich sollte stets feucht, jedoch nicht zu nass gehalten werden
  • Ist das Rhizom nach einigen Wochen ordentlich ausgetrieben, kann die Folie entfernt und die Pflanze in ein ausreichend großes Pflanzgefäß umgetopft werden, der sonnige und warme Standort sollte jedoch erhalten bleiben

Der optimale Zeitpunkt um eine Kurkuma anzupflanzen ist das Frühjahr. Die Keimlinge brauchen in etwa 9 bis 10 Monate, bis sie schließlich erntereif sind. In den Sommermonaten sollte das Pflanzsubstrat immer gut durchfeuchtet sein, dabei gilt es Staunässe zu vermeiden. Gedüngt werden kann die Kurkuma nachdem sich erste Blätter zeigen. Es empfiehlt sich ein Rhythmus von 2 bis 4 Monaten. Geht es auf den Winter zu, wird die Wasserzufuhr stetig verringert und das Düngen gänzlich eingestellt, denn in den Wintermonaten benötigt die Pflanze kaum Wasser oder Nährstoffe. Die Gelbfärbung der Blätter kündigt den richtigen Erntezeitpunkt an. Nun wird das Rhizom vorsichtig ausgegraben und sorgfältig vom Pflanzsubstrat befreit. Nachdem das äußere Gewebe entfernt ist, kann der Wurzelknollen entweder frisch oder aber in getrockneter Form (z.B.: Curcumin Pulver oder Kurkuma Tee)  weiterverarbeitet werden.